Camping winter hund

Abenteuer mit Hund

Wintercamping mit Hund – Mission impossible?

Camping ist in, Camping ist cool, Wintercamping mit Hund ist ober-cool.
Aber wirklich eine gute Idee?

Es sind die „echten“ Camper, die aufs Wintercamping schwören und von ihm schwärmen. Und dabei nicht nur an die Flucht in sonnige Gefilde, etwa Griechenland, Portugal oder Spanien denken.
Sondern an Schnee oder Schmuddelwetter. Und geht das auch mit Hund? Na klar! Ja, aber…  bevor du dich in dein eisiges Abenteuer stürzt, sollte dir eins klar sein: Du hast einen fiesen Gegner beim Wintercamping, nämlich die Eiskönigin.
Ihre Waffen: Kälte und Nässe. Ihre Mission: feuchter, stinkender, frierender und kotzender Hund, verdrecktes Wohnmobil/versiffter Caravan und miese Stimmung bei Frauchen oder Herrchen.

Du hast keine Lust, sie gewinnen zu lassen? Dann lies hier meine 7 besten Tipps zum Wintercamping mit Hund

Inhaltsverzeichnis

Kopie von Pinterest Vorlagen NEU (37)

Merke und teile diesen Beitrag mit 1 Klick:

Tipp 1: Schätze dich und deinen Hund richtig ein

Du frierst schon bei Temperaturen im Plus-Bereich, dein Hund ist kurzhaarig und klein oder stammt von einer südeuropäischen Tierschutz-Organisation? Dann solltest du genau überlegen, ob das Projekt Wintercamping mit Hund das richtige für euch ist. Minihunde und solche mit nur wenig Unterwolle frieren im Winter schnell – entsprechend hoch ist der Aufwand, den du beim Campen betreiben musst. Bist du dagegen ein Outdoor-Freak, der bei jedem Wetter mit dem vierbeinigen Kumpanen sportlich unterwegs ist, bei Winter an Skijöring, Schlittenhunderennen und Schneeschuhwanderung denkt, dann ist Camping bei Eis und Schnee wahrscheinlich wie für euch gemacht. Probiere es als Anfänger aus, fahre das erste Mal nicht zu weit weg und kehre notfalls heim an den Kaminofen, wenn euch der Trip keinen richtigen Spaß macht.

Werbung

Tipp 2: Sorge für gute Isolation

Moderne Campingfahrzeuge sind mittlerweile recht ordentlich isoliert. WoMos und Campingbusse älteren Baujahrs, Minicamper & Co sind meist nicht dafür ausgelegt, dir bei frostigen Temperaturen ein gemütliches Heim zu sein. Hier kannst du mit einfachen Mitteln abhelfen, etwa mit Thermomatten für die Scheiben und einer Isolierung des Bodens. Egal, wie gut du heizt, der Boden (wo dein Hund seinen Schlafplatz hat) ist in den meisten Fällen kalt. Dagegen haben sich Rollrasen, DryBed-Matten oder ähnliches bewährt, auf die du, für einen erhöhten Kuschelfaktor, zusätzlich Schaffelle legst. 

Nur am Rande soll hier erwähnt werden, dass die Gasflasche für deine Heizung die unangenehme Eigenschaft hat, in der Nacht ihren Füllstand auf Null abzusenken und deshalb getauscht werden muss. Immer!

Tipp 3: Bette deinen Hund bequem

Das richtige Hundebett sorgt im Camper für zusätzliche Wärme, zum Beispiel ein spezielles Isobed*. Vor allem kleinere Hunde lassen sich auch für Hundeschlafsäcke begeistern. Wieder andere lieben Fleecemäntel als Kälteschutz in der Nacht.

Der ultimative Tipp kommt von meinen beiden Border Collies Idgie und Ben: Lege dich zu Frauchen und/oder Herrchen in die Koje – das ist der beste Platz, nicht nur im Winter!

Video-Empfehlung

Kennst du schon Oscar the Explorer?
Diese beiden sympathischen Menschen sind mit ihrer Hündin Luna dauerhaft im Van unterwegs und waren im letzten Jahr im Winter in Schweden!
In diesem Video bekommst du einen tollen Eindruck vom Wintercamping mit Hund.

Tipp 4: Sorge draußen für optimalen Schutz

Kälte, Schnee, Eis und nicht zuletzt Produkte wie Streusalz setzen deiner Lakritznase im Winter zu. Die Frostbeulen unter den Vierbeinern, also die mit wenig Fell, wenig Winterspeck, aber auch ältere Hunde, profitieren im Winter von einem wärmenden Mantel*, auch wenn das immer wieder für Diskussionsstoff in den sozialen Medien sorgt. Praktisch ist zum Beispiel eine Kombination aus Regen- und Wintermantel, der gleichzeitig warm und trocken hält. Du kennst deinen Hund am besten, achte also genau darauf, ob er bei euren Outdoor-Unternehmungen friert. Daneben sind die Pfoten die Achillessehne deines Tieres im Winter. Behandle sie vor dem Gassi mit einer Pfotensalbe und spüle sie nach der Rückkehr mit lauwarmem Wasser ab. Halte auch das Fell zwischen den Zehen kurz, damit sich nichts festsetzen kann (aber nicht zu radikal, da die Haare eine gewisse Schutzfunktion erfüllen). Ganz empfindliche Hunde profitieren zudem von Pfotenschuhen.

Tipp 5: Macht euch sichtbar

Der Winter ist es nicht nur ganz schön kalt, sondern auch überwiegend dunkel. Deshalb ist Licht eine der essentiellen Dinge beim Wintercamping mit Hund. Meine Hunde tragen dazu ein leuchtstarkes LED-Licht an Halsband* oder Geschirr, die es in verschiedenen Farben gibt, was vor allem für Mehrhundehalter:innen praktisch ist. Ich selber habe für die Dunkelheit eine Kopflampe, die den Vorteil hat, dass ich beide Hände frei habe. Das ist nicht nur für die abendliche Gassirunde praktisch, sondern auch, wenn du mitten in der Nacht die Gasflasche wechseln oder das Vorzelt neu abspannen musst. 

Tipp 6: Lege deinen Hund gründlich trocken

Die meisten Tiere der Gattung Canis lupus familiaris lieben Schnee! Der hat allerdings einen gravierenden Nachteil: Im Wohnmobil verwandelt sich alles, was im Fell deines Hundes hängen geblieben ist, in Wasser, oftmals in eine dunkelbraune Schmuddelbrühe. Deshalb haben wir ein ganzes Arsenal an Handtüchern an Bord, um die Hunde an nass-kalten Tagen schnell wieder trocken zu bekommen. Alternativ gibt es auch besonders saugfähige Bademäntel für Hunde*, die Flüssigkeit und Schmutz aufnehmen

Tipp 7: Die optimale Winterfütterung

Draußen herumtollen und durch den Tag toben macht hungrig und durstig. Im Winter noch mehr als im Sommer. Wusstest du, dass aktive Hunde im Winter einen erhöhten Kalorienbedarf haben? Im Reisemobil sind Platz und Zuladung oft begrenzt, weswegen wir gerne Trockenbalf, zum Beispiel BALF*, verwenden. Es ist leicht, lässt sich platzsparend transportieren und wird zudem in einer kleinen Manufaktur hergestellt. Du weichst es einfach in lauwarmem Wasser ein, lässt es ein bisschen ziehen und schon kann dein Hund seinen Energiespeicher wieder auffüllen.

Es gibt eine Sache, die dein Hund auf keinen Fall beim Wintercamping fressen sollte, und das ist Schnee. Der kann nämlich die gefürchtete Schneegratitis auslösen, die mit Durchfall, Erbrechen und Appetitlosigkeit einhergeht. Deshalb solltest du auch auf eine Schneeballschlacht mit deiner Fellnase verzichten und lieber das Lieblingsspielzeug auf die Packliste für das Camping mit Hund setzen. 

Fazit

Richtig ausgerüstet ist Wintercamping mit Hund ein großer Spaß für alle Beteiligten. Warst du schon im Winter mit deinem Hund campen und hast weitere Tipps? Dann schreib sie doch in die Kommentare.

Barbara Homolka
Barbara Homolka

Barbara Homolka arbeitete lange Jahre als Journalistin bei einer Lokalzeitung, bevor sie mit Mann und Border Collie Idgie Ende 2016 in die Normandie auswanderte. Kurz darauf komplettierte Ben, ein Border aus dem französischen Tierschutz, die kleine Hausgemeinschaft am Havre von Saint-Germain-sur-Ay im Départment Manche.
Die Internetseite „Chiennormandie“ für Urlaub mit Hund in der Normandie ist seit dem Jahreswechsel 2016/2017 online.

NEUSTEN BEITRÄGE

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.