7 Grundkommandos für Hunde, die dein (Hunde-) Leben leichter machen

Gibt es eigentlich Grundkommandos, die für die Erziehung deines Hundes zwingend notwendig sind? Oder ist das "Geschmackssache"? Wir haben mal etwas genauer nachgedacht...
Grundkommandos für Hunde
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Damit du und dein Hund ein freies und (Leinen-) unabhängiges Leben zusammen führen könnt, sind gute und verlässliche Grundkommandos für Hunde nicht Kür sondern Pflicht. Nur so kannst du deinen Hund problemlos überall hin mit nehmen und ihn beim Gassi gehen ableinen. Und genau das ist es doch, was das Leben mit Hund so unfassbar wertvoll macht: Gemeinschaft, Liebe, Vertrauen und gemeinsame Abenteuer.

Die Überlegung, welche Grundkommandos dein Hund im Laufe seines Lebens beherrschen muss, damit ihr die volle Ladung #hundeleben genießen könnt, stellt sich in verschiedenen Phasen eines Hundehalter:innen-Daseins:

Kurz bevor der Welpe oder Neuzugang ins Haus kommt.

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Noch bevor dein neues Familienmitglied bei dir eingezogen ist, solltest du dich hinsetzen und ganz genau überlegen:
Welche Grundkommandos machen Sinn?
Welche Abenteuer plant ihr?
Kommt der Hund mit zur Arbeit, zum Sport, zum Stall?
Und: Was erwarte ich mir eigentlich von dem Zusammenleben mit Hund?!

Am besten machst du das in entspannter Umgebung, mit einem Kaffee oder Heißgetränk deiner Wahl, ein bisschen Musik im Hintergrund und einem hübschen, weißen Blatt Papier, dass nur darauf wartet, dass du los schreibst.

Ja, nee, siehste dich jetzt gerade nicht? Jap – kein Problem! Du kannst dir die Gedanken auch in der Bahn machen oder wo auch immer du dazu Ruhe hast.

Wichtig ist nur: Du MUSST dir diese Gedanken VOR dem EINZUG deines Hundes machen!

Heißer Tipp: Lass‘ TikTok und Instagram während dieser Zeit am besten aus, denn sonst kann dein Welpe eher hübsche foto und video-taugliche Tricks als die wirklich wichtigen 7 Grundkommandos.

Während der Hund mitten in der Pubertät steckt.

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Oh ja, du hast dir zwar verdammt viel Mühe gegeben und deinem Hund in den ersten Monaten fürchterlich viel beigebracht aber in der Pubertät bleibt davon einfach mal NICHTS übrig.
Sorry – nochmal zurück auf „Los“ bitte.
Sehen wir es positiv: Du kannst nochmal ganz genau darüber nachdenken, ob alle bisher erlernten Kommandos wirklich Sinn machen oder, ob sie vielleicht zu viel Speicherplatz im Hundehirn fressen.

Ach – und hab ich dir schon mal meine liebste Lieblings-Schleppleine gezeigt? Nein? Sowas… Schau mal:

Wenn dein Hund alt wird.

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Auch, wenn dein Hund alt geworden ist und sich ein Kommando nach dem nächsten, auf Grund des Alters, verabschiedet, wirst du dir Gedanken darüber machen, welche Kommandos wirklich wichtig sind.
Und du wirst versuchen, das allerwichtigste Kommando zu bewahren.

In unserem Fall ist es das „Rückruf-Wort“, denn damit ermöglichen wir unserem Zwerg – Johnny wird bald 16 Jahre alt – einen recht großen Freiraum.

 

Die Aufgaben deines Hundes und euer gemeinsames Hobby spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle, wenn es um die wichtigen Grundkommandos deines Hundes geht.

Ist dein Hund ein Sporthund und soll dich neben dem täglichen 5km Run auch noch bei deinem nächsten Toughmudder Run begleiten, dann werden eure Grundkommandos vermutlich anders ausfallen, als bei einem reinen Familienhund, der ein recht smoothes Hundeleben genießt.

Unsere Ideen für die Grundkommandos für Hunde

Rückruf – Das Rückruf-Wort

Du möchtest, dass sich dein Hund frei und unbeschwert mit dir durch Feld, Wald und Wiese bewegen kann? Und das möglichst ohne Hundeleine? Dann ist der Rückruf für dich einfach die absolute Must-Have-Königsdisziplin.
Zugegeben, es ist mit Abstand das allerschwerste Grundkommando für Hunde.
Immerhin ist die Welt fürchterlich spannend und dein Hund möchte sie erkunden. Jetzt. Nicht morgen. Nicht gleich. Jetzt!

<<<HIER>>> kannst du darüber lesen, welche 7 Fehler du beim Rückruf vermeiden solltest.
<<<HIER>>> habe ich 30 coole Rückruf-Wort-Ideen für dich notiert – such‘ dir eins aus!

Marker-Wort – Punktgenaue Bestätigung

Das Markerwort ist für viele Hundehalter:innen noch recht neu, dabei ist es die mit Abstand genialste Erfindung der Hundeszene ever! Ob das Markerwort nun zu den Grundkommandos für Hunde gehört – keine Ahnung – ich sage JA!
Ein Markerwort teilt deinem Hund mit: JA! Das war richtig – dafür gibt es eine Belohnung!
Das schöne daran ist, du kannst dir mit der Belohnung etwas Zeit lassen.
Also nicht: Ziel erreicht- 2 Sekunden Zeit – Belohnung
Sondern: Ziel erreicht – 2 Sekunden Zeit – Markerwort – Belohnung

Es nimmt dir einfach den Druck aus dem Training.
Gott, wie ich damals hektisch in der Leckerli-Tasche nach Keksen gegrabbelt habe, dem Labbi sie in die Schnute gestopft habe und dabei fast 2 Finger verloren hätte, weil der „Köter“ so hektisch war.
Dabei war es gar nicht unser Johnny der hektisch war. Ich hab die Hektik ausgelöst, weil ich mich an die 2-Sekunden-Regel halten wollte.

Mit dem System des Markerwortes kannst du ganz entspannt machen, denn du hast ja mit dem Markerwort schon eine Belohnung angekündigt!

Falls du mehr darüber wissen möchtest:
Ulrike Seumel ist ein Mega-Profi bei dem Thema und erzählt dir in ihrem Webinar mehr dazu.
Das Webinar ist kostenlos.
<<<HIER>>> kannst du es dir ansehen.

Ablegen – Calm Down

Hiermit meine ich tatsächlich nicht das „Platz“, wie man es sonst aus den Grundkommandos für Hunde kennt, sondern eher das „Leg‘ dich hin, komm‘ runter, passiert nichts Wildes, kannst auch ’ne Runde pennen“
Konditionierte Entspannung nennt man das in Fachkreisen.
Insbesondere, wenn du einen jungen hibbeligen Hund hast, wird dir die diese „Übung“ so manche Nerven retten. Versprochen.
Ich habe die konditionierte Entspannung leider erst viel zu spät für mich und die Labbis entdeckt.

<<<HIER>>> kannst du bei Easy Dogs nachlesen, wie genau du die konditionierte Entspannung aufbauen kannst.

Wir nutzen dazu:
Das Entspannungswort: „Calm Dooown“
Das ätherische Öl: Lavendel
Das Objekt: Ein Vetbed

Du könntest aber auch noch entspannende / ruhige Musik als möglichen Reiz mit aufnehmen. Das fanden wir allerdings immer zu unpraktisch.

https://www.youtube.com/watch?v=Vg9mT_yrLfM

Aus – kann Leben retten

Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber wir sind echte Labrador-Fans, wir durften zwei Labbis von Welpenalter bis ins hohe Senioralter begleiten.
Rate, welches Grundkommando für unsere Hunde am zuverlässigsten sitzen musste.

Junge Hunde, verfressene Hunde und Labradore *zwinker* haben den Drang alles was essbar und was nicht essbar ist, in den Mund zu nehmen, drauf rum zu knautschen und oder es zu fressen.

Neben wirklich ekligen Sachen, wie zum Beispiel ein Kanickel-Kadaver, dass schon mindestens 2 Wochen tot im Graben lag, sind auch wirklich gefährliche Sachen, wie Giftköder, Ratengift und Co. potentielle Gefahren für deinen Hund.
Es ist daher enorm wichtig, dass dein Hund die Sachen wieder ausspuckt, wenn du es sagst!

Das „AUS“ ist also eins der wichtigsten Grundkommandos für Hunde – EVER!

Guck – Schau mir in die Augen, Kleines

Wie? Warum soll mein Hund mich denn angucken? Kann ich nicht einfach eines der Grundkommandos für Hunde rufen und dann hört der?
Jap. Das hab ich mich auch lange gefragt. Bis ich festgestellt habe: Warte, das macht voll Sinn!

Im Prinzip möchtest du ja mit dem „Guck“ erreichen, dass dein Hund die Aufmerksamkeit von Objekt x zu dir wendet, damit ihr wieder „verbunden“ seid.
In unserem Fall hat es uns bei der Leinenaggression von unserem Charly geholfen. Er wollte immer und ständig andere Hunde töten. Auch, wenn sie noch Meter weit entfernt waren ist er an der Leine total ausgetillt.
Mit dem Guck, dass wir natürlich mit einem dicken Batzen Leckerli aufgebaut haben, konnten wir uns wieder verbinden und er war wieder aufnahmefähig.

Dies kannst du natürlich auch nutzen, wenn dein Hund gerne Wild hetzt, anderen Hunde nachsprinten möchte oder oder oder.

Übrigens auch wieder so ein Trainings-Ding, dass dir Ulrike Seumel total gut erklären kann.
<<<HIER>>> kannst du an ihrem kostenfreien Webinar teilnehmen.

Bei Fuß – für entspanntes Gassi

Ja easy, ne!?! Leine dran und los laufen.
Oder auch nicht.

Wenn du dir einmal genau anschaust, was du von deinem Hund eigentlich genau verlangst, wenn wir von Leinenführigekeit sprechen, wirst du nicht schlecht staunen.
Und vielleicht auch ein bisschen zucken, wenn du darüber nachdenkst, wie viel man von Leinenruck liest, wenn es um die Leinenführigkeit geht.

Das muss dein Hund beachten:

Impulskontrolle: Nicht mehr jedem Geruch, Geräusch oder Bewegung hinterher gehen
Für viele Hunde ist das sauschwierig!

Tempo anpassen: Schritt laufen ist für Hunde eher unnormal. Die meisten Hunde laufen im Trab. Das ist einfacher bietet mehr Balance und der „Schwung“ wird genutzt.

Rücksicht nehmen: Wenn die Leine doch mal auf Spannung ist, muss dein Hund sich zurück korrigieren

 

Je kürzer die Leine, desto anstrengender ist es für deinen Hund.

Mein Tipp:
Such dir von Anfang Hilfe beim Aufbau der Leinenführigkeit und beginne mit einer langen Leine. So hat dein Hund Spielraum und donnert dir nicht alle 2 Meter in die Leine.

Übrigens: Hunde, die alle Nase lang in die Leine brettern sollten IMMER ein Brustgeschirr tragen. Niemals ein Halsband.
So trägst du dafür Sorge, dass die Halswirbel geschont bleiben!

Hinsetzen – für mehr Selbstkontrolle

Eigentlich wollte ich das „Sitz“ nicht in die Liste der wichtigen Grundkommandos für Hunde mit aufnehmen.
Ich finde es nicht besonders nützlich ehrlich gesagt.
Als ich jedoch mit Andre – meinem Mann – über diesen Artikel hier gesprochen habe, hat er mich vom Gegenteil überzeugt.
Die Idee: Wenn du den Hund vor spannenden Ereignissen absetzt, zum Beispiel bevor es Futter gibt, bringst du Ruhe und Kontrolle in die Situation.
Und das ist wahr.
Wenn ich an unsere Labbi-Jungs denke und, wie sie vor der (Raubtier-) Fütterung eskaliert sind, dann hat uns das absetzen VOR dem Fressen schon geholfen.
Sie hibbelten zwar auch im sitzen ordentlich mit dem Hintern aber sie blieben ruhiger als, wenn sie gar kein Kommando bekommen hätten.

Natürlich kannst du das „Sitz“ auch noch anderweitig nutzen – ganz nach eurem Gusto!

 

Fazit – welche Grundkommandos für Hunde machen das (Hunde-) Leben leichter?

Meine bzw. unsere Ideen zu den Grundkommandos für unsere Hunde kennst du nun. Ich hoffe sie bringen dir Inspiration und lassen dich die Idee hinter der Kommando-Auswahl ein bisschen differenzierter betrachten.

Du solltest bei der Auswahl eurer Grundkommandos genau überlegen, was dein Hund wirklich kennen muss, damit ihr eine vertrauensvolle Basis als Hund-Mensch-Team aufbauen könnt.
Unterscheiden sich eure Anforderungen an die einer Hundeschule? Oder an die von deinen Hundekumpels?
Gut so! Jedes Hund-Mensch-Team ist unterschiedlich und es gibt kein „diese Kommandos muss jeder Hund können“-Bullshit.

Hat dir der Beitrag gefallen?
Dann freue ich mich, wenn du ihn mit deinen Hundefreunden teilst!

Stay wild – stay free – stay pawsitive

 

 

 

 

 

 

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