Hund frisst Gras
Sanjagrujic von Getty Image

Ernährung + Gesundheit

Dein Hund frisst Gras? Daran liegts...

Du bist beunruhigt, weil dein Hund Gras frisst? Erst einmal durchatmen, denn dass Hunde ab und an mal Gras fressen ist nicht ungewöhnlich und ganz normal. Die Häufigkeit und Intensität sind entscheidend. Aber was genau steckt denn hinter dem Gras fressen bei Hunden? Liegts am Futter? Am Trinkwasser? Am Vollmond? Erfahre hier mehr...

Inhaltsverzeichnis

Was fehlt einem Hund wenn er Gras frisst

Was fehlt einem Hund, wenn er Gras frisst?

Wenn dein Hund ab und an Gras frisst, dann kann das durchaus daran liegen, dass ihm etwas fehlt. 

Deinem Hund mangelt es womöglich an Ballaststoffen, also an unverdaulichen Bestandteilen die durch ihre Konsistenz und den Kontakt mit der Darmwand, die Darmperistaltik (Darmbewegung) anregen.

Kurz gesagt: Dein Hund will seinen Darm flott bekommen und das Häufchen machen erleichtern und oder die Verdauung anregen.

Das kannst du tun: Du kannst ihm ganz einfach helfen in dem du zu seinem gewohnten Futter ein bis zwei Löffel grob geraspeltes Gemüse untermischt, denn das liefert eine ordentliche Portion Ballaststoffe.

Werbung

BARF Onlinekurs

Je nachdem, welche Gräser und Kräuter dein Hund sich einverleibt, kann auch das schon einen Hinweis auf die Ursache geben. Hunde sind oft sehr instinktsicher und wissen instinktiv welche Kräuter und Gräser gegen Endoparasiten, also Würmer, helfen können.

Das kannst du tun: Wann war die letzte Kotproben-Untersuchung bei deinem Hund? Schon überfällig, hm? Denke mal über eine regelmäßige Kotproben-Untersuchung nach.
Und, wenn du einen pfiffigen Tierheilpraktiker oder eine Tierheilpraktikerin hast, kannst du ihm/ ihr ggf. auch sagen, welche Gräser und Kräuter dein Hund vermehrt frisst. Vielleicht lässt das schon Rückschlüsse zu.

Warum fressen Hunde Gras und Erbrechen dann?

Das ist dieses typische Bild, das einem im Kopf aufploppt, wenn man an grasfressende Hunde denkt, oder?

Es ist tatsächlich so, dass Hunde Gras fressen, um sich damit leichter erbrechen zu können. Du musst jedoch zwei Gründe unterscheiden:

Frisst dein Hund recht zeitnah nach dem er Futter bekommen hat Gras, so kann es sein, dass er durch das Gras fressen versucht sein Futter wieder zu erbrechen. Irgendwas ist also „falsch“.
Zum Beispiel:
– Ist ihm sein Futter nicht bekommen. Hast du vielleicht das Futter gewechselt?
– War etwas Unverdauliches dabei? Knochen vielleicht?

Das kannst du tun: Erstmal nichts. Beobachte deinen Hund und untersuche das „Kötzerchen“ (das Erbrochene) nach unverdauten Bestandteilen.
Schreibe dir unbedingt auf, wann dein Hund Gras gefressen und sich erbrochen hat, dann kannst du das, im Zweifel, dem Tierarzt mitteilen.

Werbung

Ist dein Hund hingegen länger nüchtern und sucht sich zwischen den Mahlzeiten geeignete Stellen zum „Grasen“, dann könnte es etwas mit der Produktion von Magensäure zu tun haben. Zu viel Magensäure macht im Zweifel Bauchschmerzen, Unwohlsein und einen unangenehmen Reflux (Aufstoßen)

Auch, wenn dein Hund Gras frisst und unruhig ist, ist das oft ein Indiz für eine Übersäuerung. Ist dein Hund davon geplagt, dann ist dies auch oft in der Nacht zubeobachten.

Das kannst du tun: Hier hilft ein Stück trockenes Brot (noch besser ein Zwieback, das bappt im Magen nicht so sehr zusammen) dass die überschüssige Magensäure aufsaugen und abtransportieren kann.

Aber ACHTUNG: Hier ist irgendwas im Argen, das sich möglichst ein Fachmann / eine Fachfrau ansehen sollte. Wende dich an eine/n TierarzIN oder eine/n TierheilpraktikerIn.

Solltest du deinen Hund Gras fressen lassen?

Saftig grüne Wiesen mit Gräsern und Wildkräuter schmecken deinem Hund vielleicht einfach. Sie sind süßlich und knackig, sie machen Spaß, weil sie schwer „zu erwischen sind“ und es ist eine großartige Beschäftigung.

Bleib entspannt, lasse deinen Hund ein Weilchen grasen und genieße derweil die Natur.

Bitte achte nur darauf wo dein Hund Gras frisst, denn insbesondere an landwirtschaftlich genutzten Flächen kann eine übermäßige Belastung mit Herbiziden und Pestiziden vorliegen.

Diese wollen wir natürlich nicht IM Hund haben…

Steffi
Steffi

ist Ernährungstherapeutin für Hunde und befasst sich seit 2007 intensiv mit der naturnahen Fütterung von Hunden. Sie hilft in ihrer Ernährungsberatung Hundehaltern dabei die beste Fütterungsmethoden für ihren Hund zu ermitteln.

NEUSTEN BEITRÄGE

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.